Sonntag – 24. September 2017 – Tag der Familie
08
09:00
09:45
Raum Galilei

C - 08

Dresden – Migration in einer Kulturstadt

Die Aufregungen der Jahre 2013-2016 über „Flucht und Migration“ haben vergessen lassen, dass Migration der Normalfall in modernen Gesellschaften ist. Gerade Kulturstädte wie Dresden haben immer von dem Zuzug von „Fremden“ gelebt, wobei das Spektrum von Armutsflüchtlingen bis zu adeligen Honoratioren oder Künstlern reicht. Der Vortrag wird prominente Beispiele dafür nennen, ohne ungeregelte Formen zu Zu- oder Abwanderung schön zu reden.


Dr. Justus H. Ulbricht

Justus H. Ulbricht (* 1954 in Coburg, aufgewachsen im Raum Köln), Studium der Geschichte, Germanistik, Allgemeinen Pädagogik in Tübingen (1974-79/80). Zwischen 1980 und 1995 freiberufliche Tätigkeit als Wissenschaftler, Publizist, Ausstellungsmacher und Erwachsenenbildner. Von 1995 bis 2009 in Weimar-Jena, zumeist an der Klassik Stiftung Weimar. Kurzzeitig Abteilungsleiter Kulturelle Bildung am Deutschen Hygiene-Museum, 2011-2013 Geschäftsführer der Forschungsstelle Moderne Regionalgeschichte/Universität Magdeburg. Ab Herbst 2013 bis Sommer 2016 Freier Mitarbeiter der Sächs. Landeszentrale für polit. Bildung (zumeist Moderator in Asyldebatten). Seit 1. August 2016 Geschäftsführer des Dresdner Geschichtsvereins; Redakteur der "Dresdner Hefte".

08
09:00
09:45
Raum Medici & Maciavelli

B - 08

„Ich bin im niedrigsten, tiefsten Ardistan geboren…“ – Auf Spurensuche zu Karl Mays Herkunft

Karl May zählt zu den bekanntesten deutschen Autoren. Seine Wurzeln liegen im sächsischen Ernstthal, wo er 1842 als Sohn eines armen Webers geboren wurde. Der Vortrag geht auf Spurensuche zu Mays Herkunft, Familie und Freunde, die stets wichtige Konstante in seinem Leben waren und vielfach Einfluss auf die Entstehung seiner Geschichten hatten.


Robin Leipold

Geboren 1987 in Suhl/Thüringen. Von 2008 bis 2014 Studium Volkskunde/ Kulturgeschichte (Europäische Ethnologie) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seit 2014 Kurator im Karl-May-Museum Radebeul. Forschungen zur Sammlungsgeschichte sowie der Sammler des Museums und zur Indianerbegeisterung in Ostdeutschland.

08
09:00
09:45
Raum Michelangelo

A - 08

Adlige aus Europa als Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeine im 18. Jahrhundert

Seit den 1720/30er Jahren entwickelte sich auf den Gütern des Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf in der Oberlausitz aus einer aus Mähren geflüchteten Gemeinde der Mährischen Brüder eine internationale Kommunität, die Personen aus allen Teilen Europas anzog und in vielen Ländern der Erde eine eindrucksvolle Tätigkeit entfaltete. Der Vortrag möchte zeigen, wie Zinzendorf Adlige aus vielen Ländern Europas für seine Idee gewann und ein faszinierendes Netzwerk aufbaute.


Dr. Lupold von Lehsten

Dr. Lupold v. Lehsten M.A., Jg. 1961; Studium u. a. der Philosophie, Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaften in Heidelberg, Bonn, Freiburg i.Br., Hohenheim und Mercatoruniversität Duisburg; 1990/93 Einrichtung des Instituts für Personengeschichte (IPG) in Bensheim, seit 1992 Schriftleiter der „Hessischen Familienkunde“, seit 1996 Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift „Archiv für Familiengeschichtsforschung“ (Degener), seit 2001 Mitglied im Vorstand der DAGV, seit 2004 Mitglied der Hessischen Historischen Kommission, seit 2009 Stiftungsrat der Otto und Erich-Langguth-Stiftung (Vorsitzender), in Bensheim, seitdem dessen wissenschaftlicher Mitarbeiter, 2015 Johann-Christoph-Gatterer-Medaille in Silber

09
10:00
10:45
Raum Galilei

C - 09

Meier, Mayer und Mair – Was uns Familiennamen über unsere Vorfahren verraten

Die deutschen Familiennamen entstanden im Spätmittelalter. Sie gründen sich auf fünf Motive. Die Menschen konnten nun durch Nennung von Abstammung, Herkunft, Wohnort, Beruf oder einer persönlichen Besonderheit genauer identifiziert werden. Die Familiennamen sind demzufolge eine großartige genealogische und (sprach-)historische Quelle.


Prof. Dr. Karlheinz Jakob

geb. 1953; Promotion 1984; Habilitation 1991; Stationen der akademischen Ausbildung und des beruflichen Werdegangs: Freiburg i.Br., Innsbruck (A), Oxford (GB), Dresden; seit 1994 Professor für germanistische Linguistik und Sprachgeschichte an der TU Dresden; Forschungs-/Lehrschwerpunkte: Fachsprachen, Dialekte, Sprachgeschichte, Familiennamen

09
10:00
10:45
Raum Medici & Maciavelli

A - 09

Zur Geschichte der Vereins- und Sammlungsbestände der DZfG in Leipzig

Der 1902 in Dresden gegründete Verein Roland war einer der größten überregionalen bürgerlichen genealogischen Vereine in Deutschland. Sein Vereinsarchiv bildete zusammen mit den Sammlungen des 1921 gegründeten Dresdner Forscherbundes Ahnenlistenaustausch, 1930 umbenannt in Deutsche Ahnengemeinschaft e. V., die wesentliche Basis für die Neugründung der Zentralstelle für Genealogie 1967 in Leipzig. Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichten dieser Bestände sollen im Vortrag erläutert werden.

ausgebucht

Martina Wermes

geboren 1958 in Leipzig, verh., 2 Kinder, 5 Enkel, Studium der Geschichte und Archivwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin mit Abschluss als Diplom-Archivarin (HS), Arbeit als Archivarin und Genealogin seit 1982 in der Zentralstelle für Genealogie in der DDR, zahlreiche Publikationen auf dem Gebiet der Genealogie, u. a. verantwortlich für die Herausgabe der drei Bände, Bestandsverzeichnis der Deutschen Zentralstelle für Genealogie seit 1991, von 2000 bis 2008 für das Sachgebiet Konservierung, Restaurierung bzw. Schutzverfilmung in den sächsischen Staatsarchiven zuständig, seit 2008 als Archivoberrätin im Referat 33 Deutsche Zentralstelle für Genealogie/Sonderbestände wiederum als Archivarin und Genealogin tätig, bekannt als Spezialistin für Genealogie durch die Beratung und Mitwirkung an über 40 Sendungen der Fernsehsendereihe „Spur der Ahnen“ des Mitteldeutschen Rundfunks seit 2006, seit 2005 Vorsitzende der Leipziger Genealogischen Gesellschaft e.V.

09
10:00
10:45
Raum Michelangelo

B - 09

Von der Müllerdynastie zur Unternehmer- und Kulturinstitution:
Wirken und Verflechtungen der Familie Bienert

Die „Müller“-Familie Bienert gab es schon im 16. Jahrhundert. Bekannt wurden Bienerts jedoch erst durch die erfolgreiche Unternehmerpolitik von Gottlieb Traugott Bienert und seiner Frau Christiane Wilhelmine geb. Leuthold. Sie bauten nicht nur ihr Unternehmen, sondern auch ihr Umfeld aus und machten Plauen zum industriellen und kulturellen Zentrum. Die Kinder und Enkel der Familie setzten diese Tradition fort. Die Ehen der fünf Töchter der Familie festigten dies. Insgesamt ist die Quellenlage zu der Familiengeschichte sehr dürftig, es ist sicherlich noch umfangreiches Material zu erschließen.


Dr. Jürgen Rieß

Ich genieße das Leben seit 1951, habe Biologie studiert, ein Schwerpunkt meiner Arbeit war und ist die Wissenschaftsgeschichte und die Industriegeschichte, insbesondere von Dresden.

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11:15
12:00
Raum Galilei

A - 10

Das archivarische Gedächtnis des Pfarrhauses

Das Pfarrhaus mit seinem Archiv und seinen oft Jahrhunderte zurückreichenden Kirchenbüchern und Pfarrchroniken war ein Ort, an dem Erinnerungen für die Nachwelt gespeichert und abgerufen werden konnten - lagerten doch in den meisten ländlichen Orten das schriftliche Gedächtnis der Gemeinden und die Lebensdaten der ansässigen Familien allein im Pfarrhaus. Die ursprünglich multifunktional konzipierten Kirchenbücher hatten mit ihren genealogischen, annalistischen und vielfältigen anderen Eintragungen nicht den Charakter abgelegter Akten, sondern den eines dauerhaft gebrauchten Instrumentes lokaler Erinnerungsarbeit mit hoher identifikatorischer Bedeutung für das zugehörige Gemeinwesen.


Dr. Stefan Dornheim

Geboren 1980. Oktober 2000 bis Dezember 2006 Studium der Geschichte und Germanistik/ Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Dresden und der Università ,La Sapienza’ in Rom. Von 2007 bis 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dresdner SFB 537 „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ im Teilprojekt R bei Prof. Winfried Müller „Das Historische Jubiläum". Seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 804 "Transzendenz und Gemeinsinn" im Projekt G bei Prof. Winfried Müller „Gemeinsinnsdiskurse und religiöse Prägung zwischen Spätaufklärung und Vormärz ca. 1760-1849“. Während dieser Zeit Promotionsprojekt: „Der Pfarrer als Arbeiter am Gedächtnis. Lutherische Erinnerungskultur zwischen Religion und sozialer Kohäsion.“ Die Publikation erfolgte im Februar 2013. April-September 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte I bei Frau Prof. Dr. Birgit Emich an der Universität Erlangen-Nürnberg (Vertretung). Derzeit am Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte der TU-Dresden mit dem DFG geförderten Projekt „Götzenkammern. Entsorgung, Umdeutung und prämuseale Bewahrung vorreformatorischer Bildkultur im Luthertum“.

10
11:15
12:00
Raum Medici & Maciavelli

B - 10

Abgeholt und vermisst? Möglichkeiten der Klärung des Schicksals von Opfern politischer Gewaltherrschaft

Der Vortrag informiert über die Möglichkeiten, sich bei den Arbeitsstellen der Stiftung Sächsische Gedenkstätten über Angehörige als Opfer des Nationalsozialismus oder der kommunistischen Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone/DDR zu informieren, z. B. über Opfer der NS-"Euthanasie", der NS-Justiz, der Verfolgung durch sowjetische Straforgane oder der politischen Strafjustiz in der DDR.


Dr. Bert Pampel

geb. 1967, Diplom-Politologe, Veröffentlichungen zu zeitgeschichtlichen Themen und zu Ergebnissen der Besucherforschung in Gedenkstätten, Leiter der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten

10
11:15
12:00
Raum Michelangelo

C - 10

Fremde Eltern – Zeitgeschichte in Tagebüchern und Briefen 1933-1945

Nach dem Tod der Eltern findet JK fast 2000 Briefe und einige Tagebücher aus den Jahren 1933-1945. Brisante Entdeckungen: die Mutter - glühende Verehrerin Hitlers, der Vater - in kritischer Distanz zur „völkischen“ Ideologie, es geht um Volk und Gott, Heldentum und Juden, Euthanasie und Sexualmoral – Briefe als authentische Zeugnisse der Zeitgeschichte.


Joachim Krause

Joachim Krause, geb. 1946 in Ehrenhain/Thüringen, Dorfkinderzeit in Schönberg bei Meerane; 1965 Abitur, Chemie-Studium TU Dresden, Textdichter für DDR-Rockmusik-Gruppen (LIFT), seit 1978 aktiv in der kirchlichen Umweltbewegung der DDR, 1979 Fernstudium Theologie, 1982 bis 2010 Referent für Naturwissenschaft und Umwelt Evangelische Kirche Sachsens

11
12:15
13:00
Raum Galilei

B - 11

Umgang mit den genealogischen Quellen in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Struktur der Landeskirche Sachsens und ihre genealogischen Quellen, Familienforschung allgemein, derzeitiger Stand von Verfilmung und Benutzung der Kirchenbücher, Ausblick auf weitere Entwicklung


Kristin Schubert

Wohnort Dresden, 1981-1986 Studium der Archivwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, seit Sept. 1994 Archivarin im Landeskirchenarchiv Dresden, seit März 2011 Leiterin des Landeskirchenarchivs, damit auch Fachaufsicht für die kirchlichen Archive innerhalb der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens verbunden

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12:15
13:00
Raum Medici & Maciavelli

A - 11

Von sachsen.digital zu ? – eine interdisziplinäre Wissensplattform für Sachsen

Seit 2007 versammelt die Portalseite sachsen.digital Basisinformationen und themenspezifische Angebote zu Sachsen in Geschichte und Gegenwart. Gegenwärtig wird das Portal einem umfassenden Überarbeitungs- und Neuausrichtungsprozess unterzogen. An dessen Ende wird es noch zielgenauer und spezifischer zur Informationsrecherche genutzt werden können.


Martin Munke

1984 geboren; Studium der Geschichte, Germanistik, Ev. Theologie und Europäischen Integration in Chemnitz, Leipzig und Prag; 2011-2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Wissenschaftliche Hilfskraft an der Technischen Universität Chemnitz; seit Juli 2016 Referatsleiter Saxonica an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden

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12:15
13:00
Raum Michelangelo

C - 11

Vous parlez le français? Hinweise für die Ahnensuche in Frankreich

Haben Sie Schwierigkeiten, Ihre Ahnen in Frankreich zu finden? Ich werde erklären und zeigen wie es in Frankreich geht.


Isabel Canry
Sonntag – 24. September 2017 – Tag der Familie